Montag, 27. Mai 2013

Wie kann ich wirklich helfen?

Sehen wir es ein. Unsere Kleiderschränke sind viel zu klein, die Klamottenauswahl viel zu groß. Das gilt nicht nur für unseren privaten Kleiderschrank, sondern auch für die Lageräume der Kleiderkammern. Natürlich ist dies jetzt keine Rechtfertigung dafür, dass der  DRK oder andere gemeinnützige Verbände einen Großteil der ihnen, für einen guten zweck überlassenen Kleidung, an private Unternehmen verschachern- nein es sollte uns zu allererst  aufhorchen lassen. Wir kaufen, kaufen, kaufen, kaufen und viel zu schnell sind wir des neues Kleides überdrüssig und wollen es wieder los werden. Viele der gespendetem Klamotten eignen sich zum Beispiel auch überhaupt gar nicht für die Zwecke eines Obdachlosen oder für Kinder in Afrika. Oder die Sachen sind qualitativ so schlecht das sie sich nur noch zur Wiederverwertung  eigenen. Ein Pluspunkt für die Nachhaltigkeit aber trotzdem, die Lagerräume des DRK oder der Caritas quellen über vor Schund. Überlegen wir vorher erstmal oder überprüfen vorher mal auf den Webseiten der Organisationen was vielleicht generell oder grade gebraucht wird.
Natürlich ist es einfach seinen „Müll“ schnell mal eben in den Containern zu schmeißen und sich zu denken:„Ach Mensch, jetzt habe ich aber mal was gutes getan.“
ACHTUNG! Auch da ist Vorsicht geboten, denn neben den offiziell und nebenbei gesagt LEGALEN Altkleidercontainern kursieren auch eine Menge ILLEGALER Containern überall, hier und da herum. Diese Container sind ebenfalls von Privatunternehmern aufgestellt und dienen einzig allein dem Zweck ohne Umwege schnell an Altkleider zu kommen, um sie dann ebenfalls für einen guten Preis  in andere , ärmere Länder zu verkaufen.

Viele falsche Container lassen sich als solche erkennen, wenn man auf bestimmte Dinge achtet:


Hier ein einfaches Beispiel: Rote Schrift auf weißem Grunde soll bei potentiellen Spendern die Zugehörigkeit des Containers zu Karitativen Organisationen wie dem DRK suggerieren. Häufig sind auch typische Symbole wie das rote Kreuz oder eine Weltkugel die den eigentlich Zweck des Containers verschleiern sollen. Ebenfalls sollte man sich nicht von extrem plakativen Slogans irre führen lassen. Zum Beispiel:

„Kinder in Not. Helfen sie!!“
„Hilfe für Erdbebenopfer.“
„Schuhe für Asien“

Auf der Website des DRK steht selbst, dass es logistisch gar nicht möglich ist, Schuhe die in Deutschland gesammelt werden nach Asien oder Afrika zu transportieren ohne das die Transportkosten ins unermessliche und damit auch den Produktwert der Ware übersteigen würden. Eine Hilfsorganisation die von Spenden lebt, ist finanziell gar nicht in der Lage diese Kosten zu tragen.
Schaut euch die Container genau an, achtet  auf die Aufmachung und Kontaktdaten -wenn es welche gibt. Ist nur eine Handynummer angegeben die auf Abruf gar nicht vergeben ist, sollten die Alarmglocken klingeln.

Hier ein weiteres Beispiel für eine illegale Organisation


Also? Spenden geht auf einmal nicht mehr so leicht und schnell von statten wie anfangs gedacht, oder ? Dennoch, wer wirklich sicher gehen will  das seine Klamotten an Bedürftige gehen, der sollte die Kleidung -nach dem sich vergewissert hat, dass sie auch von nutzen ist und nicht nur zusätzlich Arbeit verursacht weil sie dreckig, kaputt oder für die Umstände ungeeignet sind- direkt bei den registrierten  Kleiderkammern abgeben oder bei Sammelstellen die von Kirchengemeinen betrieben werden, denn dort geht Kleidung die übrig bleibt nicht etwa über einen Ladentisch, sondert wird an weitere Kirchengemeinden und gemeinnützige Organisationen weitergeleitet.







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